Bislang schreibt man 90 Inhaltsstoffen des Tabakrauches die Wirkung „krebserzeugend“ oder „möglicherweise krebserzeugend“ zu. Sicher belegt ist diese Gefahr unter anderem bei den Komponenten Nickel (auch in Legierungen und Batterien), Arsen (auch in Herbiziden, Pestiziden), N-Nitrosamine (auch in Korrosionsschutz) und 1,3-Butadien (auch in Autoreifen). Um die Verbindung von Tabak und Krebserkrankungen wusste man aber bereits im 18. Jahrhundert: 1761 publiziert der britische Mediziner John Hill seine Aufzeichnungen über die Relation von Nasenkrebs und Schnupftabak. 1795 folgte in Deutschland Samuel Thomas von Sömmering mit der Entdeckung, dass zwischen Pfeifenrauchen und Lippenkarzinomen eine Beziehung besteht.

Quelle: Tabakatlas Deutschland 2015. Hg. v. Deutsches Krebsforschungszentrum. Lengerich 2015.